17. April 2011

Eunuchen für das Himmelreich

nein hier geht es nicht um den Bestseller von Frau Uta Ranke-Heinemann.

Es geht um die Kastraten im DWZRV/FCI.
Zur Zuchtschau sind männliche Kastraten nicht zugelassen, da der Zuchtstandart einer jeden Rasse, beim Rüden das Vorhandensein von zwei Hoden vorgibt.
Fehlen diese wird der Rüde nicht zur Zucht zugelassen. Kastrierte Rüden starten auch nicht beim Rennen oder Coursing.
Bei den Hündinnen ist dies gleichwohl anders, denn diese dürfen Kastriert ausgestellt und auch zum Rennen/Coursing verwendet werden. Noch werden Ausstellungen Zuchtschau genannt, wenn ich bei einer solchen Veranstaltung eine kastrierte Hündin ausstelle, dann hat dies sein Ziel verfehlt, denn mit einer leeren Hündin kann man nicht züchten.
Was weitaus schwerwiegender ist, ist die Startzulassung von kastrierten Hündinnen zusammen mit unkastrierten beim Rennen/Coursing.

Es stellt eine enorme Benachteiligung der nicht kastrierten Hündinnen dar. 

1.Sie sind in ihrer Leistung stark ausgerichtet an ihrem Hormonzyklus, d.h. nach der Läufigkeit steigt langsam die Leistungsfähigkeit an und erreicht erst kurz vor dem erneuten Zyklus ihren Höhepunkt.

2.während der Läufigkeit dürfen die Hündinnen nicht starten (alle 6–7 Monate müssen diese Pausieren)

3. Kastraten können fast pausenlos eingesetzt werden und sind somit im Vorteil, wenn es um Qualifizierungsläufe für z.b. die Renn/Coursing EM geht.

Natürlich sollen kastrierte Hündinnen auch Rennen/Coursing laufen, aber in ihrer eigenen Klasse.
Das wäre dann wirkliche Fairness.

Kommentare:

  1. Hallo Helene,
    genau das ist mir schon sehr lange ein Dorn im Fleisch!
    Was ich gar nicht verstehen kann sind die TA, die Hündinnen ohne echte medizinische Indikation kastrieren. Oder gar die amerikanische Unsitte der Frühkastration!

    Und ich möchte es nich deutlicher ausdrücken als Du: kastrierte Hündinnen haben keinen Leistungsabfall nach der Läufigkeit, den ja alle intakten Hündinnen teils massivst mitmachen - ich erinnere an die 100 Tage!!!

    Das bedeutet, wenn jemand seine Hündin kastrieren und dann rennen oder coursen läßt, BETRÜGT er alle anderne Hündinnenbesitzer!

    AntwortenLöschen
  2. betrüger würd ich sie nicht gleich nennen;-), aber es ist eine absolute ungleiche voraussetzung mit der unkastrierte und kastraten an den start gehen.
    unter sportlicher fairness verstehe ich da etwas anderes.

    AntwortenLöschen
  3. Ich stelle mir das jetzt gerade bei den Menschen vor ;-)...

    Die Vorstellung findet das Musenrössle zum Wiehern ;-).

    AntwortenLöschen